Jüberg-Turm – Schöne Aussichten

Die Frage ist ja erst einmal berechtigt: Wozu braucht man im Land der tausend Berge noch einen Aussichtsturm? Und was antwortet der gemeine Sauerländer darauf: Erst dann sieht man, wie schön es bei uns ist und guckt nicht gleich vor denn nächsten Berg. Das schmettern wir besonders gern den Menschen entgegen, die glauben, wir würden hinter dem Berg leben.
Wie schrecklich schön können Vorurteile sein. Also pflegen wir sie ein kleines bisschen. In Hemer sind wir lange vor dem Ruhrgebiet von der Höhe erst einmal in die Tiefe gegangen. Das Felsenmeer gilt als die Wiege der Eisenerzgewinnung. Und dazu mussten wir nicht erst große Abraumhalden aufkippen, um da dann einen Tetraeder draufzustellen – auch schön. Aber Kumpels, nicht böse sein: Wir lieben den BvB, Schalke 04, Bochum und den Mond von Wanne-Eickel, aber Bergbau konnten wir schon lange vor Euch und unsere Berge sind dann doch auch etwas höher.
Und da haben wir dann jetzt eben für Ihre/Eure 15. NRW-Landesgartenschau noch einen Aussichtsturm drauf gesetzt. Der ist 23 Meter hoch. Und wer den Rundblick aufs Sauerland und das nahe Ruhrgebiet genießen will, der muss 125 Treppenstufen hoch steigen. Wer es geschafft hat, befindet sich 278 Meter über N.N.

Gebaut hat den Turm ein junger Architekt aus Stuttgart. Stephan Birk (34) fühlte sich durch die Waldschneise, die bereits für den Bau der Himmelsleiter geschlagen wurde (343 Stufen) und den faszinierenden Ausblick inspiriert, als er an die Planung ging. Birk: „So sind wir auf die kühnen Entwürfe des russischen Ingenieurs Wladimir Grigorjewitsch Schuchow (* siehe Schlagwort) gestoßen, der vor 110 Jahren zahlreiche Wassertürme und Strommasten nach dem Prinzip hyperbolischer Gitterschalen gebaut hat. Wir haben dieses Prinzip aufgenommen, haben es optimiert und haben es für den Jübergturm in Holz umgesetzt, während die rund 200 Schuchow-Türme aus Stahl gebaut worden sind." Holz ist für Birk ein hochleistungsfähiger Baustoff und der älteste, den es gibt.
Der Jüberg-Turm bildet eine neue Landmarke im Märkischen Kreis. Kurz hinter dem Ende der A 46, wo es über die B 7 direkt zur Landesgartenschau Hemer geht, ist er bereits zu sehen.
Und deshalb liebe Freunde aus Nah und Fern, heißt es künftig nicht mehr „Ich bremse für MK“, sondern ich bremse im Märkischen Kreis. Und die Kennzeichen-Interpretation  lautet ab sofort: Mit-Kommen!


Schlagwort:

Wladimir Grigorjewitsch Schuchow (*16. August 1853.; † 2. Februar 1939) war einer der herausragenden Konstrukteure des 19. und des angehenden 20. Jahrhunderts und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Ingenieure Russlands. Schuchow war ein Meister der Kunst, sparsam, mit geringstem Aufwand an Material und Kosten zu konstruieren. Seine Hängedächer, Bogenkonstruktionen, Seilnetze, Gitterschalen und Gittertürme in Form von Hyperboloiden waren neuartige Lösungen, die durch eine bis dahin unerreichbare Einfachheit und Eleganz der Konstruktion und durch die ungewohnte, kühne Formgebung seinerzeit Bewunderung hervorriefen. In seinen wichtigsten Arbeiten widmete er sich so verschiedenen Gebieten wie der Erdölindustrie, der thermischen Technik und dem Bauwesen. Wladimir Schuchow war innovativer Konstrukteur im Schatten der Revolutionsarchitekten und der Kunstgeschichte, Erfinder der patentierten Stahlnetztürme und Pionier an der Schwelle des russischen Umbruchs. Er zählt neben Frei Otto, Richard Buckminster Fuller und Santiago Calatrava zu den führenden Vertretern einer biomorphen Architektur. Wladimir Schuchow war der Erste, der beim Bauen die Form des einschaligen Hyperboloids einsetzte (Russische Reichspatente Nr. 1894, 1895, 1896 vom 12. März 1899). Erstmals zum Einsatz kamen eine solche Konstruktion und dünnwandige Schalenkonstruktionen 1896 in Nischni Nowgorod. Nach Schuchows Entwürfen wurden etwa 200 hyperboloide Türme, Antennenmasten und Stützen und mehr als 180 Stahlbrücken gebaut. Hyperboloide Konstruktionen finden sich heute in vielen Städten der Welt. Am berühmtesten sind wohl der Schuchow-Radioturm - ein 160 Meter hoher Stahlfachwerkturm in Moskau, der hyperboloide Turm im japanischen Hafen K?be und die hyperboloide Konstruktion des Architekten Frei Otto im Münchener Olympiapark. Aufgrund ihrer besonderen Eleganz haben hyperboloide Türme in Städten, in denen sie gebaut wurden, meist den Rang einer Sehenswürdigkeit. (Quelle: Wikipedia)

Zuvor sind 343 Stufen der Himmelsleiter zu bewältigen. Usw. Denn jetzt bremst Ihr nicht für, sondern im MK.

MK heißt für Euch ab sofort Euch: MitKommen!


TERMINVORSCHAU

11. + 12. September
Ausstellung Streuobstwiesen
Beginn: ganztägig
Ort: Treffpunkt Landwirtschaft

15. September
Verband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau NRW e.V.
Beginn: 14:00 Uhr
Ort: Landschaftsgärtner-Treff/Stadtterrassen

18. + 18. September
Ausstellung Streuobstwiesen
Beginn: ganztägig
Ort: Treffpunkt Landwirtschaft

Tag der Schützen
Beginn: 12.00 Uhr
Ort: Cafe Flora

25. + 26. September
Ausstellung Streuobstwiesen
Beginn: ganztägig
Ort: Treffpunkt Landwirtschaft

29. September
Verband Garten- Landschafts- und Sportplatzbau NRW e.V.
Beginn: 14:00 Uhr
Ort: Landschaftsgärtner-Treff/Stadtterrassen


HOMEPAGEBESUCHER

03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche03369175 Besuche

WETTER





GALERIE

Sponsoren und Partner